Kurze Historie der Ölmühle
1415 Erstmalige Erwähnung von Wassermühlen an der Rossel.
16.Jhd. Die Ölmühle wurde erwähnt als so genannte kleine Mühle.
1626 Großer Stadtbrand während der Schlacht an der Elbbrücke.
Die Ölmühle (im Besitz der Familie von Metsch) blieb vom Brand verschont.
17.Jhd. Die Ölmühle befand sich im Besitz des Amtes Roßlau.
Sie diente als Tuch-, Walk- und Ölmühle.
1847 Aufbau des heutigen Gebäudes durch den Mühleninspektor Bernhard Liebe.
1859 Der Jude Moses Lipmann erwarb den gesamten Liebeschen Besitz, darunter auch die ;
Ölmühle. Seine Söhne errichteten gegenüber der Mühle ein Sägewerk und betrieben.
einen Holzhandel, später seine Enkel Richard und Dr. Paul Bruck.
1920er Jahre Die Ölmühle war nicht mehr in Betrieb, sie diente als Wohnraum für
Mitarbeiter.
1938 Die Familie wurde nach der Kristallnacht am 9.11.1938 durch die Nazis enteignet.
1945 Nutzung als Wohnraum
1980er Jahre Das Gebäude stand leer und verfiel zunehmend, es sollte zugunsten einer
Erweiterung des Elbewerkes abgerissen werden.
1987 Die Ölmühle wurde unter Denkmalschutz gestellt.
1991 Zuordnung des Grundstücks zur Stadt, Aufnahme in das Denkmalsicherungsprogramm
des Landes Sachsen-Anhalt und Anmeldung von Rückübertragungsansprüchen durch die
Alteigentümer. Wegen der Lage und der geschichtlichen Bedeutung wurde vom Stadtrat
der Beschluss gefasst, das Gebäude zu sanieren und einer öffentlichen Nutzung
zuzuführen.
1992 Erteilung eines Investitionsvorrangbescheides für die Stadt und Entschädigung
der Alteigentümer, Brucks Erben. Die Stadt wird Eigentümer der Ölmühle.
1995 Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten. In die Ölmühle zogen folgende
Nutzer ein: EG Gastronomie, 1.OG Kreishandwerkerschaft, 2.OG Villa Musik und Kunst
2000 Das Erdgeschoss wird durch den Verein Fraueninitiative "Frauen für Frauen" genutzt.
2004 Gründung des Vereins Ölmühle e.V.
2.OG und 3.OG: Nutzung als Soziokulturelles Zentrum mit Angeboten
für alle Altersgruppen, besonders für Kinder und Jugendliche
2008 Ernennung der Ölmühle zum Mehrgenerationenhaus durch das Bundesministerium
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.